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Die Mitte legt zu, rechts verliert

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15. November 2011 von Schlemihl

Zwar sind noch nicht alle Ständeratssitze vergeben, doch lässt sich ein klares Fazit zu den eidgenössischen Wahlen 2011 ziehen: Die Mitte vertreten durch CVP, BDP und Grünliberale legt massiv zu, vor allem auf Kosten des rechten Lagers. Leichte Verluste muss auch das linke Lager hinnehmen. SVP, Rechtsaussenparteien und FDP/Liberale sind zusammen so schwach wie noch nie. Mitte-links verfügt über eine klare Mehrheit.

Sitzverteilung Nationalrat

Sitzverteilung Nationalrat

 
Klare Mehrheit für Mitte-links
Noch nie waren SVP, FDP und sonstige Rechtsparteien im Nationalrat so schwach vertreten. Kam dieser Block 2007 noch auf 99 von 200 Sitzen, muss er sich heute mit 87 Sitzen begnügen. Für SVP und FDP (die sich ja selbst nicht als Mittepartei bezeichnet) wird es also in der kommenden Legislaturperiode nicht möglich sein ohne Unterstützung aus der Mitte zu Mehrheiten zu kommen. Das Mitte-links Lager verfügt über eine klare Mehrheit im Nationalrat und wird wird eine mindest ebenso klare Mehrheit im Ständerat erreichen. Bisher kommen CVP, SP und Grüne dort zusammen auf 22 Sitze, FDP und SVP nur auf 12. Es sieht so aus als würden FDP und SVP auch im Ständerat eher verlieren.
 
Mitte legt zu
In der Realität ist aber die FDP (auch wenn sie es selbst nicht gerne hört) teil der Mitte. Diese Mitte hat sich gegenüber 2007 von 71 auf 82 Sitze gesteigert, ist aber nach wie vor weit davon entfernt eine Mehrheit zu haben. Auch betreffend Wähleranteile kann sich die Mitte von rund 36% auf über 40% steigern. Im Ständerat wird die Mitte weiterhin über eine klare Mehrheit verfügen.
 
 Andere Kräfteverhältnisse innerhalb der Mitte
Die FDP verfügte bis vor Kurzem unterstützt von den Liberalen immer über eine klare Mehrheit innerhalb der politischen Mitte. 2007 kam die FDP (+ Liberale) dann erstmals nur noch auf 35 von insgesamt 71 Mitte-Sitzen. Heute sind es gerademal noch 30 von insgesamt 82. Und auch im Ständerat muss die FDP vorraussichtlich wie schon 2007 auch im Ständerat Verluste hinnehmen und wird auch dort einen neuen historischen Tiefwert erreichen.
 
Keine nationale Rechtsaussenpartei neben der SVP
Mit dem Sitzverlust der EDU hat auch die letzte national vertretene Rechtsaussenpartei neben der SVP das Parlament verlassen müssen. Ausser den regionalen Lega und MCG ist somit keine sonstige Rechtsaussenpartei mehr vertreten. Das ist auf den stetigen Rechtsrutsch der SVP zurückzuführen. Diese hat neben den Wählern auch zahlreiches politisches Personal von Freiheitspartei und Co. übernommen (Ulrich Giezendanner, Roland Borer, Ulrich Schlüer,…).
 
Ständeratshoch für die Linke
2007 hat die Linke mit 11 Sitzen ein Rekordergebnis im Ständerat erzielt. Dies war auch auf die erstmaligen Sitze der Grünen zurückzuführen. Bis jetzt konnte die Linke alle ihre 11 Sitze verteidigen (Dank dem Sitzgewinn im Aargau konnte die SP auch den während der Legislatur erlittenen Verlust im Kanton Bern wettmachen).  In den restlichen zweiten Wahlgängen hat die SP sogar noch die Möglichkeit das Ergebnis von 2007 zu überbieten.

Ein Kommentar zu “Die Mitte legt zu, rechts verliert

  1. Juliette Ackermann sagt:

    Diese Tendenz setzt sich ja gemäss den neusten Umfragen fort. SVP und FDP verlieren. Die Mitte bestehend aus CVP, GLP und BDP legt weiter zu.

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