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Historische Schlappe für Berner SVP

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29. März 2010 von Schlemihl

Bei den Berner Regierungsratswahlen war der neue SVP-Kandidat Albert Rösti chancenlos. Beatrice Simon von der BDP wurde souverän gewählt. Ein Spitzenresultat erreichte der gemässigte Grüne Bernhard Pulver. 

Simon klar vor Rösti
Die SVP war bis vor vier Jahren mit drei Sitzen in der Berner Exekutive vertreten. Bei den Wahlen 2006 wurde die SVP dann übermütig und wollte einen vierten Sitz in der siebenköpfigen Regierung. Die Quittung folgte: Anstatt der angestrebten 4 Sitze hatte die SVP nur noch 2. Wer jetzt dachte, die Berner SVP könnte nicht mehr tiefer fallen, irrte. Gestern ist die Berner SVP noch tiefer gefallen! Ihr Kandidat Albert Rösti, der den Sitz von der BDP zurückholen sollte, ist kläglich gescheitert. Über 7500 Stimmen lag er hinter der BDP-Kandidatin Beatrice Simon. Selbst SVP-Regierungsrat Christoph Neuhaus blieb trotz Bisherigen-Bonus nur ganz knapp vor Simon.

Rechtsrutsch der Berner SVP
In der letzten Jahren und vor allem seit der Abspaltung der BDP, ist die Berner SVP massiv nach rechts gerutscht, wie ich dies bereits anhand der Smartvote-Profile in meinem Beitrag “Schwache Bürgerliche Kandidaturen” vor den Wahlen aufgezeigt habe. Die Berner SVP befindet sich auf dem Weg von einer bürgerlichen Partei zu einer Rechtsaussenpartei. Dieser Rechtsrutsch hat nun wie in anderen Kantonen dazu geführt, dass es der SVP schwer fällt bei Majorzwahlen eine Mehrheit für sich zu gewinnen. Besonders bitter ist diese Niederlage, weil die SVP einen massiven und teuren Wahlkampf geführt hat. Der Kanton Bern wurde in den letzten Wochen richtiggehend mit Neuhaus/Rösti-Plakaten zugekleistert. Bundesrat Ueli Maurer nahm an unzähligen Wahlkampfveranstaltungen teil und auch Chrsitoph Blocher war immer wieder im Kanton Bern präsent. Auf den ersten Blick konnte die SVP ihre Verluste bei den Grossratswahlen in Grenzen halten. Bei genauerer Betrachtung hat sie aber auch hier massive Verluste hinnehmen müssen. Im Vergleich zu 2006 verlor sie zwar nur rund 1% Wähleranteil, doch damals hatte die SVP viele Wähler mit ihrer Viererkandidatur bei den Regierungsratswahlen verärgert und war auf einem vorläufigen Tiefpunkt angelangt. Im Vergleich zu den vorangehenden kantonalen Wahlen verliert die SVP zwischen 5 und 6%. Im Vergleich zu den Nationalratswahlen von 2007 gar 7%!

Glanzresultat für Bernhard Pulver
Das beste Resultat bei den Regierungsratswahlen erzielte der gemässigte Kandidate der Grünen Freien Liste (GFL). Die GFL politisiert in der Stadt Bern zwischen Grünen und Grünliberalen und eher rechts der SP. Pulver hat offensichtlich mit seiner gemässigten und lösungsorientierten Politik auch viele bürgerliche Mitte- Wähler ansprechen können.

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